Ich hatte Norbert (Name geändert) auf einem Barcamp kennengelernt. Das Thema des Barcamps lautete „Wandel durch Wertschätzung“ und die Teilnehmer diskutierten, wie ein neues Mind Set im Unternehmen aussehen könne.

Ich habe festgestellt, dass bei Themen, die das Unternehmen betreffen, sehr oft persönliche Themen eine Rolle spielen. So, als ob wir es gar nicht voneinander trennen können, wie wir im Business agieren und wie es uns selbst eigentlich geht. Wir möchten erfolgreich sein, etwas in unserem Arbeitsumfeld bewirken, aber wenn wir uns bei diesen Themen immer wieder selbst sabotieren, kommen wir nicht voran.

Norbert hatte so ein persönliches Thema, das ihn seit seinem 10.Lebensjahr begleitete. In Gesprächen und diversen Arbeitsgruppen kam dieses Thema immer mehr zum Vorschein.

Ich hatte dann am zweiten Tag einen Workshop angeboten, bei dem es um das Lösen von emotionalen und mentalen Blockaden ging. Norbert war einer meiner Teilnehmer. Wir identifizierten die zugrunde liegende Emotion, die mit seiner Blockade zusammenhing.

Was dann passierte, werde ich sicher nicht so schnell vergessen: er hatte eine starke körperliche Reaktion, er beschrieb es mir später wie eine innere Hitze, ein inneres Brennen oder etwas, das bei ihm „verbrannte.“ Einige Minuten spürte Norbert eine immense Erleichterung, eine innere Befreiung. Es war so, als ob ein Gewicht von ihm abgefallen sei. Heute, 2 Wochen später, berichtet er mir, dass sich seine negativen Erinnerungen  in Freundlichkeit und Vergebung verwandelt hätten.

 

Der emotionale Ballast

Haben wir nicht alle irgendwelche emotionalen Altlasten? Meist sind uns diese gar nicht bewusst. Aber man merkt, wie es sich anfühlt, wenn man von dem Gewicht etwas über Bord werfen kann – so wie bei Norbert.

Unsere Gesellschaft braucht selbstbewusste Menschen, mit den großen Herausforderungen in unserer Arbeitswelt umgehen können. Menschen, die eine innere Balance gefunden haben und sich nicht so leicht aus der Bahn werfen lassen. Je weniger emotionaler Ballast, desto freier werden wir innerlich.

Manchmal reicht die Kraft nicht aus

Wir können neue emotionale Reaktionsmuster einüben und uns so neu ausrichten. Das erfordert Selbstverantwortung und Motivation. Ich habe aber festgestellt, dass viele Menschen manchmal das Gefühl haben, hierzu keine richtige Kraft zu haben. Sie schaffen es einfach nicht, weil sie der Alltag mit seinen Prioritäten voll im Griff hat.

Ein Bekannter sagte mir beispielsweise, dass er glaube, er sei depressiv. Er mache seine Arbeit, habe aber dann das Bedürfnis, sich nur noch zurückzuziehen. Er fühle sich irgendwie innerlich leer, alles fühle sich schwer und zäh an. Mein Ratschlag, doch etwas für sich zu tun und ein Coaching-Programm zu starten, kam nicht bei ihm an. Es sah für ihn nach „Arbeit“ an, da lieber noch vor dem Fernsehen abhängen und mal an die frische Luft gehen. Zu mehr sei er im Moment nicht in der Lage.

Genau bei solchen Situationen kann man davon ausgehen, dass der Mensch Emotionen eingelagert hat, die ihn blockieren, ihm Kraft rauben. Was wäre also, wenn man diese einfach aus seinem System „ausleiten“ könnte?

 

Was sind eigentlich eigelagerte Emotionen?

Der Begriff wurde von Dr Bradley Nelson geprägt, einem amerikanischen Chiropraktiker, der zu diesem Thema übrigens ein Buch geschrieben hat.

Gefühle gehören zu unserem Leben, ohne sie wäre es platt und farblos. Nur können Gefühle manchmal überwältigend sein für uns. Aus Gründen, die die Wissenschaft noch nicht ganz versteht, können wir manche negative Gefühle nicht vollständig verarbeiten. Die Energie einiger unserer Emotionen bleibt dann irgendwie in unserem Körper stecken. Ärger, Trauer oder Depression kann dann als energetische Information in unserem Körper weiter fortbestehen und physischen und emotionalen Stress verursachen.

Um sich das besser vorstellen zu können,  möchte ich eine Geschichte zitieren, die im Buch beschrieben wird. Es handelt sich um den Erfahrungsbericht eines kanadischen Lehrers (S.17 ff):

Ich kam mit der Rektorin an der Schule nicht gut aus. Wir gerieten schnell in Streitigkeiten, sie verhielt sich feindselig und herablassend mir gegenüber. Die Situation war so belastend, dass ich irgendwann kündigte. Der Arzt schrieb mich daraufhin krank und sagte, dass ich mir doch eine Auszeit nehmen sollte. Nach 3 Monaten war ich wieder bei guter Gesundheit und ging wieder in die Arbeit.

Die negativen Gefühle in Bezug auf die Rektorin haben mich allerdings nie richtig losgelassen. Sie kamen oft wieder hoch, ich kam ins Grübeln, begann unter Bluthochdruck zu leiden. Diese Situation hat mich über 2 Jahre belastet, oft konnte ich sogar nachts gar nicht richtig schlafen.

Dr Nelson löste dann innerhalb einer Sitzung das Gefühl des „Grolls“ auf, indem er mir einen Magnetroller seinen Rücken entlang rollte. Von diesem Moment an waren die negativen Gefühle von Groll und Ärger verschwunden und tauchten nicht mehr auf. Auch mein Blutdruck normalisierte sich.

Dr Bradley Nelson

Dieses Beispiel macht deutlich, wie Emotionen unseren Alltag doch im Griff haben und wie sehr wir darunter leiden können. Warum bekommen wir solche Situationen eigentlich nicht durch unsere positive Ausrichtung unserer Gedanken in den Griff, könnte man sich fragen?

 

Bei den Emotionen ansetzen

Die Flut unserer Gedanken in den Griff zu bekommen, ist eine große Herausforderung. Selbst Menschen, die regelmäßig meditieren, können sich ihnen nicht entziehen. Es ist ein ständiger Fluss, NICHT zu denken fällt vielen von uns schwer.

Wir können uns eine positive Ausrichtung angewöhnen, aber leider reicht das zur Verhaltensänderung oft nicht aus. Warum ist das so?

Wir wissen aus der Gehirnforschung, dass unsere Emotionen im limbischen System einfach schneller und stärker sind. Bewusst kennen Sie das alle, wenn Sie einmal versuchen, eine klare Entscheidung zu treffen, wenn sie innerlich wütend sind – das funktioniert einfach nicht.

Weniger bewusst ist es uns bei unseren täglichen Denkschemata und Überzeugungen – das dazugehörige emotionale Muster aufzuspüren, ist nicht immer einfach. Hierbei benötigt man Unterstützung, beispielsweise von einem erfahrenen Coach.

 

Der Prozess des Erinnerns

Wir denken, wir laufen bewusst durchs Leben, treffen Entscheidungen, gehen in die Arbeit, tauschen uns mit Kollegen aus und sitzen fest im Sattel unseres Alltags. Dabei sind uns nur 5% unserer täglichen Aktivitäten wirklich bewusst, der Rest wird von unseren unbewussten Gedanken – und Gefühlsmustern bestimmt. Das haben die Neurowissenschaftler mittlerweile herausgefunden.

Wenn ich Sie fragen würde, was Sie vor einer Woche zu Mittag gegessen haben, können Sie mir dann eine präzise Antwort geben? Ich nehme mal eher an, dass es Ihnen schwer fällt.

So geht es uns auch mit der Erinnerung an unsere Emotionen, die wir einmal erlebt haben. Bei einschneidenden Erlebnissen erinnern wir uns sehr gut und manchmal ein Leben lang. Bei anderen wiederum haben wir keinerlei Erinnerungsvermögen.

 

Stellen Sie sich einmal vor, dass Sie vor einiger Zeit einen cholerischen Chef hatten. Er hat Sie nicht wirklich mit Respekt behandelt, sie haben sich in seiner Gegenwart oft erniedrigt gefühlt. Dieses Gefühl ist vielleicht dann in Ihrem Körper stecken geblieben. Und heute – Sie sind längst nicht mehr im Unternehmen – bekommen Sie jedes Mal Herzklopfen, wenn ihr jetziger Chef Sie um ein Gespräch bittet. Sie haben aber keinerlei Erinnerung mehr an die damalige Situation, wundern sich nur darüber, warum Sie immer diese emotionalen Reaktionen haben, die doch rational gar nicht zu erklären sind.

Unser Körper ist aber so intelligent, dass wir über einen einfachen Muskeltest diese zugrunde liegende Emotion wieder auffinden können. Um eine Emotion auflösen zu können, muss man sich die passende Situation, in der sie entstanden ist, erst wieder bewusst werden.

Nochmal zurück zu Norbert: wie ist es möglich, dass solche Emotionen so einfach umgewandelt werden können? Widerspricht es nicht völlig unseren bisherigen Kenntnissen und Erkenntnissen, dass solche Prozesse lang sind und uns oft ein ganzes Leben begleiten?

 

Um das zu verstehen, müssen wir uns in Randbereiche der heutigen Wissenschaft begeben.

 

Mit Gedanken Apparate steuern?

Können Sie sich das vorstellen, Ihre elektrischen Geräte einfach durch Gedankenkraft zu bedienen?

Zugegeben, es klingt schon etwas nach Science Fiction, aber soweit scheint die technische Machbarkeit doch nicht entfernt zu sein. Erst vor wenigen Tagen überraschte Facebook mit der Meldung, dass seine Entwickler an einer technischen Lösung arbeiten, die Gedanken direkt in Textnachrichten umwandeln könne.

Es ist bekannt, dass unsere 100 Millionen Nervenzellen pausenlos chemische und elektrische Signale austauschen und diese wiederrum schwache magnetische Felder erzeugen. Die elektrische Funktion unseres Gehirns ist auch mittlerweile gut messbar, wir kennen sie unter dem Namen der Elektroenzephalographie oder auch EEG.

Weniger bekannt sind noch die Studien des Heart Math Instituts, die herausgefunden haben, dass unser menschliches Herz ein 60 Mal stärkeres elektrisches und ein bis zu 100 Mal stärkeres magnetisches Feld als das unseres Gehirns erzeugt, messbar auf eine Distanz von ca. 3 Metern durch sogenannte Magnetometer.

Unser Herz schein also ständig ein relativ starkes, magnetisches Feld zu generieren. Und diesem Feld können wir den Sitz unserer Emotionen vermuten – denn „fühlen“ tun wir sie nicht im Kopf, sondern in unserem Herzen.

Die Forschungen gehen sogar soweit, dass sie unser menschliches Herz in Zusammenhang mit den Magnetfeldern bringen, die unseren Erdball umgeben, der sogenannte Schumann-Frequenz.

Die Forschungsarbeiten des Heart Math Instituts zeigen sogar, dass nicht nur wir von diesen Feldern beeinflusst werden, sondern WIR diese auch BEEINFLUSSEN können. Das setzt aber ein starkes kollektives Feld voraus, wie man beispielsweise beim Terroranschlag des 11.September 2001 feststellen konnte. Weltweit war die Welt schockiert und hielt den Atem an – zu diesem Zeitpunkt entstanden messbare und signifikante Veränderungen unseres Erdmagnetfeldes.

Wir stehen also durch unser Menschsein, mit unserer Physiologie in ständiger Wechselwirkung mit dem Universum – und unser Herz scheint hierbei eine besondere Rolle zuzukommen. Wenn dem so ist – und die Quantenphysik bestätigt uns das – dann schwingen unsere Emotionen in diesen Feldern als eine Information, eine Energie, die sehr real ist.

Emotionen sind energetische Informationen

Unsere Emotionen sind, wie unsere Gedanken auch, energetische Informationen. Wir können sie nicht sehen, nicht anfassen, nicht riechen, nicht schmecken, aber sie sind doch so real wie die Sonne, die jeden Tag aufgeht.

Seit René Descartes leben wir in einer Welt, die den Geist über die Materie stellt und ihm alles „seelische“ aberkennt. Die industrielle Revolution, der Siegeszug der Wissenschaft mit ihren technologischen Errungenschaften hat das Sichtbare, Messbare als Glaubenssystem geschaffen, das wir ungern hinterfragen. Daraus entsteht oft die Ableitung: was man mit unseren 5 Sinnen oder unseren Messapparaten nicht sehen kann, existiert nicht.

Keiner von uns würde aber jemals auf die Idee kommen, zu behaupten, dass Emotionen nicht existieren. Sie existieren eben auf einer Ebene, die sich unserem heutigen Kenntnisstand nur noch entzieht.

Aus Gründen, die sich ebenfalls unserer genauen Kenntnis entziehen, können wir bestimmte Emotionen in unserem Leben, meist die schweren, unangenehmen nicht immer gut verarbeiten. Sie bleiben in unserem Körper quasi als energetische Information stecken. So gehen wir oft in Resonanz mit den gleichen Situationen, die uns die gleichen Emotionen wieder erleben lassen und geraten so in einem Teufelskreis.

 

Emotionen umwandeln

Können solche Blockaden nun aufgelöst werden?

Ja, man kann. Über einen kinesiologischen Muskeltest wird die Emotion oder –en ermittelt, die der Blockade zugrunde liegen. Man kann dann sehr genau zeitlich eingrenzen, wann diese Emotion im Leben der Person das erste Mal entstanden ist. Im Gesprächsverlauf rückt die zugrunde liegende Situation dann ins Bewusstsein des Klienten. Das allein reicht schon. Ein Magnetroller, also eine magnetische Information in Verbindung mit der Intention des Behandlers kann diese Emotion dann aus dem Informationssystem des Körpers „ziehen“.

Es kling verblüffend einfach und das ist es auch.

Selbstverständlich schalten sich da unser Verstand und unsere Skepsis ein. Das ist völlig in Ordnung. Es liegen aber mittlerweile weltweit schon so viele Erfahrungswerte vor, dass es sich bei Norberts Fall um keinen Zufall handelt. Ich weiß, dass die Methode wunderbar funktioniert. In Amerika und zunehmend in Europa gibt es schon viele Erfolgsgeschichten.  Und warum nicht einmal etwas im Alltag anwenden, das einfach ist – muss es immer kompliziert sein?

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Sylvie Bueb
Sylvie Bueb ist Personalexpertin und Trainerin und betreibt mit Martina Baehr „Die Gelassenheitsformel“ ein 6-Schritte-Programm zu mehr Erfolg und Souveränität im Berufsalltag.