Photo: Dan Freeman on Unsplash

Der Arzt mit seiner runden Brille und konzentriertem Blick sitzt seiner Patientin gegenüber. Wir befinden uns im Besprechungszimmer einer Klinik, ihm gegenüber eine Frau mittleren Alters, die sich von ihrem Arzt Antworten erhofft. Antworten auf ihre chronischen Schmerzen, die sie seit vielen Jahren plagen. Der Arzt spricht von einer neuen Therapieform, die er gerne bei ihr ausprobieren möchte. Es ginge darum, sie gedanklich und emotional von ihrem Schmerz abzulenken. Denn man habe in Untersuchungen festgestellt, wenn die Aufmerksamkeit vom Schmerzempfinden abgelenkt wird, der Schmerz auch weniger stark empfunden wird.

Diese Sequenz stammt aus einer Fernsehsendung, die zwischen Weihnachten und Neujahr im HR ausgestrahlt wurde und auf die ich zufällig gestoßen bin.

Die Patientin liebte ihren Garten. Also setzte man sie vor einen Bildschirm mit einer schönen Blume – jedes Mal, wenn der Schmerz über die angeschlossenen Haut- und Muskelrezeptoren geringer wurde, öffnete sich die Blume. Dieses Training machte sie über eine Woche regelmäßig und es schien ihr wirklich gut zu tun. Ihren Garten sah die Frau nun mit anderen Augen. „Jedes Mal wenn ich ihn betrachte, denke ich, wie schön mein Garten doch ist!“ Ich spürte regelrecht, wie ihr dabei ihr Herz aufging.

Das hat mich berührt.

 

Kann es sein, dass wir die Bedeutung unserer Emotionen bei der Schmerzbekämpfung völlig unterschätzen? Und wenn dem so wäre: was können wir also konkret tun, um Schmerzen zu reduzieren?

Zu diesem Punkt möchte ich Ihnen im Folgenden neue Erkenntnisse vermitteln, die ich aus meiner Praxistätigkeit gewinnen durfte.

Ein Indianer kennt keinen Schmerz

Aber zunächst die „hard facts“: In Deutschland gibt es derzeit 23 Millionen Schmerzpatienten. Dazu zählen chronische Rückenschmerzen, Glieder- oder Kopfschmerzen. Hinter den Zahlen stecken viele Schicksale, viele Menschen, die ihren Alltag meist schlecht als recht bewältigen müssen.

In unserer Leistungsgesellschaft gelten Schmerzen und Einschränkungen als Schwäche und als Abweichung vom Normalzustand. Konzepte wie »Vorsorge« oder gar »Salutogenese« klingen langweilig, sie wecken Assoziationen von Reha-Sportgruppen mit ungelenken und kranken Menschen. Auf der Suche nach gesellschaftlichem Erfolg und Anerkennung nehmen wir daher gesundheitliche Risiken häufig in Kauf und ignorieren Schmerzen, solange es geht.

Ich kann mich auch noch an die Zeit erinnern, als ich aufgrund beruflichen Stresses starke Rückenschmerzen hatte. Jede Bewegung wurde zur Tortur. Einfache Bewegungen kosteten mich immens viel Zeit. Im Job versuchte ich das so gut wie möglich wegzustecken, wenn ich dann beim Kunden doch einmal ein schmerzverzerrtes Gesicht hatte, bekam ich ein mitfühlendes Lächeln – jede Autofahrt war dann eine Qual. Ja, auch ich lebte nach dem bekannten Motto: ein Indianer kennt keinen Schmerz!  Schließlich musste das Leben ja weitergehen….

Photo: Tom Pumford on Unsplah

Der übliche Bauchladen

Zum damaligen Zeitpunkt – vor etwa 8 Jahren – hatte ich nicht das Wissen und die Erkenntnisse, die ich heute an Sie weitergeben möchte. Mir ging es damals wohl so wie Ihnen: ich griff zu den Therapieformen, die mir bekannt waren: Osteopathie und Physiotherapie, Bewegung und – wenn‘s wirklich nicht mehr ging – Schmerzmittel. Denn nachts wollte ich einfach schlafen können.

Wärme und Massage tat mir gut und das eine oder andere ätherische Öl hatte es auch auf meinen verkrümmten Rücken geschafft. Das Ergebnis: ja, es ging besser. Aber nur ganz langsam und mit Schonhaltung. Was noch dazu kam: ich hatte jetzt Angst, eine falsche Bewegung zu machen. Denn ich spürte, dass mein Rücken mein Schwachpunkt war und ich ihn mit mehr Achtsamkeit behandeln sollte. Kennen Sie das auch?

Meine Ideen der Schmerzbekämpfung waren nicht neu, die Übersicht der Techniker Krankenkasse aus dem Jahr 2016 zeigt sogar, dass im Grunde viele den gleichen „Bauchladen“ bedienen: Bewegung, Wärme, Massage, Schonen, Schmerzmittel…..und siehe da, nur 35% der Befragten gehen zum Arzt. Wahrscheinlich würde der Prozentsatz bei chronischen Beschwerden anders aussehen, aber es ist doch ein Hinweis darauf, dass wir in unseren Lösungsansätzen sehr körperbezogen sind, oder?

Wie stark hängen Emotionen und Körper wirklich zusammen?

Nochmal zurück zur Frau mit den chronischen Schmerzen und ihrem Garten: sie ist für einen Moment aus ihrer Opferrolle ausgestiegen, und hat über positive Gefühle dazu beigetragen, dass sie sich besser fühlte. Kein Medikament, kein Arzt hat das für sie gemacht – sie hat das ganz alleine erzeugen können! Und: sie hat es wirklich gefühlt, es war nicht nur ein mentales Konzept für sie, denn bei ihrem Garten war sie ganz schnell in der inneren Freude und Hingabe.

Dass Körper und Seele – und unsere Emotionen – zusammenhängen, wird jeder bestätigen können. Schon allein die Tatsache, dass wir jede Erkältung aufschnappen, wenn wir gestresst sind und uns schlapp und müde fühlen, ist uns irgendwie klar. Man kann das mittlerweile sogar messen: das IgA, ein körpereigenes Immunglobulin, das man im Speichel messen kann, sinkt bei emotionaler Belastung rapide ab.

Das alles ist Ihnen wahrscheinlich nicht neu.

Wie genau Emotionen und körperliche Beschwerden aber wirklich zusammenhängen, möchte ich Ihnen an einem konkreten Fall aus meiner Praxis schildern:

Susanne (Name geändert) hat schon einiges durchmachen müssen. Die äußerlich ruhige und gefestigte Frau hat eine erwachsene Tochter, die mit Borderline-Syndrom diagnostiziert wurde. Die Tochter hat so starke psychische Störungen, dass sie das Kind nicht aufziehen kann und daher nun bei Susanne groß wird.

Susanne spricht von ihren schweren Rückenschmerzen, die sie sehr beeinträchtigen.

Also haben wir uns angesehen, ob damit eingeschlossene Emotionen zusammenhängen. Ich kann aus meiner Erfahrung sagen, dass in 95% der Fälle von Rückenschmerzen eingeschlossene Emotionen im Spiel sind, die insbesondere die Nierenenergie schwächen. Nur können sich das die meisten Menschen nicht vorstellen, dass eine emotionale Ursache Grund für die Schmerzen sind.

Woher ich das weiß?

Nun, ich frage die Schmerzsymptomatik vor und nach der Behandlung immer ab. Bei Susanne lag sie zu Beginn der Behandlung bei 8 (wobei 10 der höchste Wert ist). Wir haben dann einige Emotionen aufgelöst, die aus früheren Lebenssituationen stammten wie „Grauen/Schrecken“, „sich nicht unterstützt fühlen“ und auch „Unsicherheit im Kreativen“. Alles Emotionen, die physiologisch der Niere zuzuordnen sind.

Nach der Behandlung, die nicht mal 1 Stunde gedauert hat, waren die Schmerzen dann bei 2. Susanne konnte Beugebewegungen machen, zu denen sie vorher nicht in der Lage war – und das völlig schmerzfrei.

Ist das nicht interessant, dass unsere Emotionen selbst physische Schmerzen verursachen können?

Sylvie Bueb

Emotionen kann man in keinem Labor messen

Bei dem oben genannten Beispiel arbeite ich energetisch. Das heißt, ich teste die betroffenen eingeschlossenen Emotionen im System der Person aus und löse sie dann energetisch mit Hilfe eines Magnetrollers auf. Es ist mir wichtig, Fragen zu stellen! Denn alle Antworten liegen im Körpersystem der betreffenden Person. Wenn Sie mehr zu dem Thema erfahren wollen, dann besorgen Sie sich das Buch von Dr Bradley Nelson: „Der Emotionscode“.

Aus meiner Praxiserfahrung hängen viele körperliche Beschwerden mit eingeschlossenen Emotionen zusammen. Sie sind für uns alle sehr real, aber da wir sie nicht „greifen“, „messen“ oder „analysieren“ können, hat diese Behandlungsmethode quasi keine Anhänger in der Schulmedizin. Wie wichtig die Psychosomatik und emotionale Unterstützung bei Krankheiten aber ist, kann aber jeder Arzt bestätigen. Was fehlt, ist eine Anleitung, wie man seinen Emotionen auf die Spur kommen kann. Und die gibt es und jeder kann sie für sich lernen. Oder man sucht sich Hilfe – die schnell und unkompliziert sein kann.

Ich hätte mir schon vor einigen Jahren sehr gewünscht, dass ich eine solche Methode kennen würde. Denn ich hätte sie definitiv einmal getestet, um meine chronischen Rückenschmerzen loszuwerden. Und sehr wahrscheinlich wäre die Frau im Anfangsbeispiel auch sehr froh, zu wissen, dass es diese Option gibt.

Jeder entscheidet, auf welche Art und Weise er wieder gesund werden möchte. Manche Dinge können wir akzeptieren, manche lehnen wir ab, weil sie nicht unserem Glaubenssystem entsprechen. Das ist völlig in Ordnung.

Mein Fazit: wir können also definitiv mehr tun, um unsere Schmerzen zu reduzieren. Unser Körper kennt die Antwort – wir müssen ihn nur fragen 🙂

Wenn Sie Interesse haben, mehr zu dem Thema zu erfahren, dann lade ich Sie ganz herzlich zu meiner kostenfreien Online-Challenge an, die vom 5.2 – 9.2.2018 stattfindet.

Sylvie Bueb
Sylvie Bueb ist Personalexpertin und Trainerin und betreibt mit Martina Baehr „Die Gelassenheitsformel“ ein 6-Schritte-Programm zu mehr Erfolg und Souveränität im Berufsalltag.