Ein guter Freund, mit dem ich vor kurzem beim Mittagessen zusammensaß, sprach von den vielen guten Vorsätzen, die er sich für das Jahr 2016 vorgenommen habe. Er habe durch die vielen Geschäftsessen zu viele Kilos auf der Waage, die er gerne loswerden würde. Außerdem wolle er sich vornehmen, sich mehr auf das zu fokussieren, was ihm wirklich wichtig ist und unrentable Projekte ablehnen. Und schließlich wirklich mehr Zeit der Qualität mit der Familie verbringen.

Ein neues Jahr beginnt und mit ihm unsere vielen, guten Vorsätze. Nach der Weihnachtspause haben wir in der Regel wieder Energie getankt, konnten uns ausruhen, hatten etwas Zeit für uns und die Familie. Und dann nehmen wir uns vor, dass wir im neuen Jahr die Dinge anders angehen, als bisher. Denn wir wollen ja nicht gleich wieder im Hamsterrad gefangen sein, kopflos durch die Arbeitswelt rennen und uns dabei selbst vergessen. Soweit, so gut.

Ich denke, dass die guten Vorsätze allein nicht ausreichen. Sie blenden nämlich einen wichtigen Teil unseres Seins völlig aus: unsere Gefühle. Positiv Denken allein hat zwar große Schubkraft, reicht aber nicht aus, wenn wir innerlich anderes fühlen. Also: Gedanklich auf das Wichtige fokussieren, aber uns emotional schlecht fühlen, wenn wir „Nein“ sagen müssen zu einem Projekt, das nicht in unseren Zuständigkeitsbereich passt und uns überfordert.

 

Das Zauberwort heißt Kohärenz

 

Der Begriff der Kohärenz kommt aus der Physik und besagt, dass verschiedene Systeme miteinander in Harmonie schwingen. In unserem Fall also unsere Intention, die von unserem Geist ausgeht und im Einklang mit unseren Gefühlen steht.

Funktioniert ein System kohärent, dann geht fast keine Energie verloren, da die einzelnen Teile optimal zusammenarbeiten. Darüber hinaus entsteht sogar etwas Neues, was grösser ist als die Summe seiner Einzelbestandteile. Das nennt man Synergie. Auf unseren Körper bezogen bedeutet Kohärenz, dass alle wichtigen Systeme wie Atem, Puls, die elektromagnetischen Aktivitäten unseres Gehirns mit dem Herzrhythmus in Übereinstimmung sind. Dieser Gleichklang wird auch Frequenzkoppelung genannt.

Umgekehrt heißt das, dass wenn Teile eines Systems nicht harmonisch aufeinander abgestimmt sind, kommt es zu Energieverlusten, Interferenzen und Störungen im System – man spricht dann von Inkohärenz. Wenn Sie also gedanklich in Ihren Problemen festhängen, frustriert oder verärgert, dann befinden Sie sich in einem inkohärenten Zustand.

 

Den Grad der Kohärenz  kann man messen

 

Zurück zu unseren guten Vorsätzen. Wenn nun die Kohärenz scheinbar optimale Voraussetzungen für das Gelingen eines Vorhabens schafft, ist noch die Frage, wann man nun weiß, ob man sich in der Kohärenz befindet.

Man kann so einen Zustand tatsächlich messen. Die Forscher des HerzIntelligenz-Institutes können das an Parametern festmachen, die scheinbar unser Herz liefert: die Herzfrequenzvariabilität (HRV) und unser Herzrhythmus. Die Forscher haben herausgefunden, dass man den Grad der Kohärenz über die Herzfrequenzvariabilität misst – das ist der zeitliche Abstand zwischen den einzelnen Herzschlägen.

 

Die Herzfrequenzvariabilität als Gradmesser für unser Befinden

 

Die Forscher stellten außerdem fest, dass unsere Herzvariabilität erstaunlich genau auf unsere Gedanken und Gefühle reagiert. Selbst kleinste emotionale Veränderungen zeigen sich sofort über oben genannte Parameter. Optisch sieht das dann so aus:

Bei Ärger, Frustration oder ähnlichen negativen Gefühlen würde sich beispielsweise ein solches Bild ergeben (HRV im oberen Bildbereich, Kohärenz im unteren):

 

ärger

Ganz anders bei positiven Gefühlen wie Freude, Begeisterung oder Wertschätzung:

 

freude

 

In letzterem Bild kann man also sagen, dass Gedanken und Gefühle im Einklang „schwingen“, da sie ein kohärentes Muster erzeugen. In einem solchen Zustand tut wir übrigens auch sehr viel für unser körperliches Wohlbefinden: das Immunsystem wird stimuliert, die Gene verändern sich positiv und unsere Konzentration steigt.

Brauchen Sie dafür irgendwelche Medikamente? Nein, diesen Zustand können Sie ganz von selbst erzeugen! Die Voraussetzung: Sie möchten etwas in Ihrem Leben verändern. Wollen Sie Ihre Vorsätze für das neue Jahr wirklich umsetzen, dann wünsche ich Ihnen, dass Sie sich in einem kohärenten Zustand befinden! Denn in diesem Zustand sind Sie konzentrierter, fokussierter und in der Lage, kreative Lösungen für Ihre Projekte zu finden. Und genau das brauchen wir ja für unseren Arbeitsalltag.

Wenn Sie zu dem Thema der Kohärenz, Messbarkeit und deren Umsetzung mehr erfahren möchten, dann melden Sie sich zu unserem kostenfreien Webinar am 21.Januar um 19:00 an: https://heart-beats.leadpages.co/webinar-gelassen-jan2016/

 

Sylvie Bueb
Sylvie Bueb ist Personalexpertin und Trainerin und betreibt mit Martina Baehr „Die Gelassenheitsformel“ ein 6-Schritte-Programm zu mehr Erfolg und Souveränität im Berufsalltag.