Wie steht es um die Arbeit des Projektleiters im Jahr 2030? Wie werden Projektleiter im Jahr 2030 arbeiten – werden sie überhaupt noch Projektleiter sein? Diese Fragen stellt das Team des Projekt Magazins in seinem Aufruf zur Blogparade „Projektleiter 2030 – längst abgeschafft oder Schaltzentrale der digitalen (Projekt-)Welt?“. 

Ganz weit vorne steht  dabei natürlich die Digitalisierung und die Veränderungen, die mit ihr einhergehen. Ich möchte in meinem Beitrag zur Blogparade ihre Aufmerksamkeit auf ein ganz spezielles und aus meiner Sicht sehr bedeutendes Thema richten: Das Mindset des Projektleiters und seines Teams.

Denn davon wird es ganz wesentlich abhängen, wie erfolgreich der Digitalisierungsprozess in den Unternehmen ablaufen wird. Unser Mindset bestimmt das Selbstvertrauen und den Grad des Wohlbefindens mit dem wir diese Zeiten des Wandels durchleben.

Unser Mindset bedingt aber auch ganz wesentlich das Engagement und die innere Motivation mit dem wir uns kreativ in den Prozess der Veränderung einbringen. Daraus resultiert dann fast automatisch der Einfluss, den der Projektleiter auf den Wandel hat und sein Ansehen im Unternehmen.

Die Zeiten des Wandels zeigen sich überall  – in den Unternehmen und in der Gesellschaft. Es sind herausfordernde Zeiten, weil wir alle oft an unsere Grenzen stoßen, manches nicht mehr wie bisher funktioniert und wir viele Gewohnheiten infrage stellen und durch neue Denk- und Verhaltensweisen ersetzen müssen.

Ich weiß zwar nicht, wie die Projektarbeit im Jahr 2030 aussehen wird, viele Tendenzen sind ja schon sichtbar. Ich selbst hoffe darauf, dass sich die Wirtschaft generell zu mehr Kooperation, Menschlichkeit und Gemeinwohl ausrichten wird.

Tatsächlich sind wir ja alle aufgerufen, uns aktiv in die Veränderung einzubringen. Das gilt aus meiner Sicht auch ganz besonders für Projektleiter. Projekte sind ja per se meist mit Veränderung verbunden. Von daher ist ein Projektleiter auch ständig mit der Veränderung des Status quo beschäftigt, er ist sozusagen ein Experte in der Umsetzung neuer Herausforderungen.

Die Ergebnisse dieses Wandels sind offen, sie entstehen erst im Laufe des Veränderungsprozesses. Um diesen Prozess in guter, stabiler Verfassung zu durchlaufen, braucht es mentale und emotionale Fitness. Wir brauchen ein Mindset, das uns optimal bei diesem Wandel unterstützt, mir ist an dieser Stelle der Begriff des Future Minds eingefallen.

Ein solches Future Mind hilft dem Projektleiter auch bei äußerem Chaos und Druck innerlich stabil zu bleiben. Er braucht ein gesundes Selbstwertgefühl, so dass er erkennt wo seine eigenen Stärken liegen und wo er andere beteiligen und ins Boot holen muss. Er braucht innere Gelassenheit, um sich nicht von dringenden, aber für das Ganze gesehen eher unwichtigen Problemen aus der Ruhe bringen zu lassen.

Ich arbeite mit meinen Klienten an einem solch unterstützenden Mindset – wie ich es nenne. Ich habe für diesen Artikel 3 Merkmale herausgesucht, die ich für  unabdingbar halte, um in diesen Zeiten des Wandels erfolgreich zu sein. Merkmale, die unbedingt zum Future Mind des erfolgreichen Projektleiters – nicht erst in 2030 –  gehören sollten:

 1. Emotionale Unabhängigkeit

Unsere Emotionen haben einen großen Einfluss auf unser Verhalten und unsere Kommunikation mit anderen. Da wir im Business unsere Aufmerksamkeit meist auf die rationalen, kognitiven Aspekte richten, bleibt den meisten die machtvolle Wirkung ihrer Emotionen verborgen. So fristen unsere Gefühle ihr Dasein hauptsächlich in unserem Unbewussten, die tatsächlichen Effekte sind für die meisten von uns  unsichtbar.

Bis sie sich mit Macht Gehör verschaffen: Als Widerstand in Veränderungsprojekten beispielsweise. Es kann aber auch viel subtiler zugehen: Ängste und ihre Auswirkungen sind der größte Killer für Kreativität und neue Lösungen schlechthin. Viele ahnen das, wissen aber nicht wie sie konkret damit umgehen sollen oder möchten sich erst gar nicht eingestehen, dass sie solche Gefühle umtreiben.

 

Der größte Denkfehler in Bezug auf unsere emotionale Unabhängigkeit

Weil wir uns so wenig damit beschäftigen, haben wir auch einige Denkfehler bezüglich unserer Emotionen. Die größte diesbezügliche Illusion ist: Andere haben die Macht meine Gefühle zu verändern oder sind für meine Gefühle verantwortlich.

Diese Unwissenheit bezüglich meiner Gefühle hat auch lange Zeit mein Leben und meine (Projekt-)Arbeit bestimmt. Insbesondere bei Veränderungen habe ich sehr darunter gelitten. Äußerlich gesehen war ich eine sehr erfolgreiche Projektleiterin. Mental war für mich oft alles klar: Ich wusste genau wo es hingehen sollte und hatte ein klares Bild zum Ziel und insbesondere auch über die anstehenden Aufgaben im Kopf. Dieses Thema war für mich kein großes Problem – auch nicht, dieses  Bild mit anderen zu teilen.

Trotzdem waren Veränderungen oft mit viel Anstrengung verbunden und das lag zum großen Teil an meinen Gefühlen. Dazu mal zwei Beispiele:

  • Wenn eine Führungskraft mit einem eher autoritären Führungsstil meine Arbeit oder die des Teams infrage stellte, habe ich mich sehr aufgeregt und wurde wütend und ärgerlich. Diese unangenehmen Gefühle haben mein Wohlbefinden stark beeinträchtigt und mich durch die dazu passenden Gedankenschleifen sehr viel  Zeit und Energie gekostet. Denn das kommt in Veränderungsprojekten ja häufiger mal vor.
  • Überzogene Erwartungen an Arbeitsergebnisse und vor allem die Geschwindigkeit mit der neue Lösungen entstehen, haben in mir jede Menge Ungeduld, Ärger und Frustration ausgelöst. Zeitweilig habe ich in Folge dessen auch an meinen Fähigkeiten und meinem Selbstwert gezweifelt. Manchmal habe ich andere unter Druck gesetzt, noch öfter habe ich mich lautstark über  deren Unfähigkeit beschwert, einfach um den Druck loszuwerden. Sie können sich sicher vorstellen, dass dies keine angenehmen Erfahrungen waren – weder für mich noch für die anderen.

Wenn ich damals schon gewusst hätte, dass der wirkungsvollsten Hebel in mir selbst liegt, in dem ich lerne meine Gefühle zu regulieren, dann hätte ich mir viel erspart und meine Nerven geschont.

Denn die Wahrheit ist: Niemand kann unsere Gefühle direkt beeinflussen, das tun wir immer selbst, in dem wir Situationen, uns selbst oder andere Menschen be- oder verurteilen und dadurch die entsprechenden Gefühle in uns auslösen.

Das geschieht die meiste Zeit des Tages völlig unbewusst, so dass wir denken, bestimmte Umstände oder andere Menschen hätten uns wütend gemacht, unseren Ärger, unsere Schuldgefühle oder Frustration ausgelöst.

Da dieser Prozess meist im Verborgenen abläuft, können wir ihn dann auch nicht stoppen und verlieren eine Menge Zeit und Produktivität. Der amerikanische Organisationsentwickler, Edgar Schein, drückt das so aus:

 

Ich habe eine systematische Tendenz, auf bestimmte Daten mit bestimmten Emotionen zu reagieren. Über diese Tendenz muss ich so viel wie möglich in Erfahrung bringen, um die Situationsangemessenheit meiner Gefühle beurteilen zu können. /…/ Aber um eine Wahl treffen und entscheiden zu können, was in einer gegebenen Situation am meisten bringt, müssen wir über unsere Voreingenommenheiten und Reaktionstendenzen Bescheid wissen.

Edgar Schein

Der erste Schritt zur emotionalen Unabhängigkeit ist also das Erkennen und Stoppen solch energiezehrenden Muster . Zwei meiner persönlichen Verhaltensmuster haben Sie ja bereits kennengelernt.

Der zweite Schritt ist dann die Ausprägung neuer, stärkender Denk- und Gefühlsmuster mit den entsprechenden positiven Wirkungen auf unseren Körper und  unser Wohlbefinden  Das geht am einfachsten und wirkungsvollsten über die Kultivierung von aufbauenden positiven Gefühlen wie z. B. Wertschätzung, Gelassenheit oder Dankbarkeit. Denn solche Gefühle können Sie ganz einfach selbst hervorrufen und sie haben eine machtvolle und unmittelbare Wirkung auf ihren Verstand, ihre Leistungsfähigkeit, ihre Fähigkeit Probleme zu lösen und ihre Kreativität.

Das können Sie gleich mal ausprobieren indem sich an eine positive, angenehme Situation in ihrer Vergangenheit und das damit verbundene angenehme Gefühl erinnern. Wenn Sie sich nicht nur auf den Gedanken konzentrieren, sondern auch das angenehme Gefühl im Herzen und im Körper spüren, können sie sich ganz schnell selbst in ein solch positives Gefühl  wie Freude, Wertschätzung, Zufriedenheit, Gelassenheit oder was Sie sich sonst wünschen bringen.

Probieren Sie es einfach aus, es funktioniert. Um in stressigen, angespannten Situationen eine solche „Gefühlstransformation“ zu erreichen, dazu braucht es allerdings ein wenig Übung. Das ist bei der emotionalen Fitness nicht anders als bei der körperlichen.

Für mich und meine Kunden ist diese emotionale Unabhängigkeit eines der wirkungsvollsten Instrumente für einen entspannten Arbeitsalltag und insbesondere dem gelassenen Umgang mit Veränderungen.

Wer mehr dazu wissen will, dem empfehle ich meinen kostenfreien Audiokurs „Entschärfen Sie ihre größten Mindset Blockaden für eine entspannte, erfolgreiche Projektarbeit“. 

In dieser inneren Ruhe und Gelassenheit ist es auch viel einfacher, neue Lösungen zu finden, weil unsere Wahrnehmung deutlich erweitert ist – im Gegensatz zu einem inneren Zustand, bei dem wir uns unter Druck fühlen und angespannt sind.

Entschärfen Sie ihre größten Mindset Blockaden
für eine entspannte, erfolgreiche Projektarbeit

Das ist also Merkmal 1 des Future Minds: Mit Hilfe der emotionalen Unabhängigkeit können Sie selbst über ihr Wohlbefinden bestimmen, so gewinnen Sie innere Stabilität und Unabhängigkeit von der Anerkennung anderer.

 

 2. Die Intuition entwickeln und nutzen

Durch die Digitalisierung haben wir Zugang einer riesigen Menge an Informationen. Noch dazu haben wir alle viele verschiedene Möglichkeiten, unser Leben zu gestalten und viele Projektmanager haben auch verhältnismäßig große Freiräume, was die Gestaltung ihrer Arbeit anbelangt. Das war zumindest ein Ergebnis der GPM-Studie über die Burnout Risiken von Projektmanager/innen an der ich mitgewirkt habe und an der sich immerhin fast 1.000 Projektmanager beteiligt haben.

Aber welche Informationen sind wirklich relevant? Welche Handlungsmöglichkeiten sind für mich persönlich, das Team und seine Aufgabe wirklich nützlich? Welche Option ist vielleicht doch zu riskant oder verursacht zu großen Schaden?

Wie ich in meinem Arbeitsalltag und in meinen Coachings und Seminaren sehe, gehen die meisten Menschen eher rational an solche Entscheidungen heran. Viele treffen auch sogenannte „Bauchentscheidungen“ und schwören darauf, tun dies aber beileibe nicht immer. Es erscheint uns einfach zu riskant und irgendwie unverantwortlich – manche würden vielleicht auch sagen zu naiv –  einfach nur seinem Gefühl zu folgen.

Aber ist es wirklich naiv, sein Gefühl bei Entscheidungen heranzuziehen? Tatsache ist: Wir können gar nicht alle Eindrücke verarbeiten, die in unserem Umfeld sind. Auch nicht mithilfe digitaler Unterstützung. Dazu ein paar Zahlen zum Thema Unterbewusstsein und unbewusstes Denken: Unser Unterbewusstsein verarbeitet in jeder Sekunde bis zu 20 Millionen Reize. Mit unserer bewussten Wahrnehmung können wir aber nur ca. 40 dieser Reize in einer Sekunde bewusst verarbeiten.  Unser Bewusstsein ist wie eine Taschenlampe, die nur einen ganz kleinen Teil des vorhandenen Raumes erhellt.

Wir können mit dem bewussten Verstand also gar nicht alle Möglichkeiten erkennen und dann auch noch die beste auswählen. Das gilt besonders dann, wenn wir unter Druck stehen (s. auch meinen Punkt 1). Da wäre es doch sehr hilfreich, wir könnten unsere Wahrnehmung genau auf die Dinge ausrichten, die für uns bedeutsam sind. Genau das funktioniert, wenn wir unsere HerzIntelligenz einbeziehen und  entsprechende Intuitionstechniken, die ich in meinen Coachings und Workshops meinen Kunden beibringe, anwenden.

Zum Einstieg in die Übung geht es darum, den bewussten Verstand auszuschalten, der ja rational an die Lösung herangeht und damit auf bereits Bekanntes fokussiert ist und noch dazu in seiner Wahrnehmungsfähigkeit eingeschränkt ist. Das heißt er sucht in den ihm bewussten Möglichkeiten nach der Lösung. Das ist sicher im Vorfeld eine gute Vorbereitung auf eine Intuitionsübung: Sich mit verschiedenen Optionen vertraut machen. Während der Übung schicken wir den Verstand allerdings mal in die Pause.

Im zweiten Schritt bringen wir uns in ein positives Gefühl, weil dies unsere Wahrnehmung – die innere und die äußere – erweitert. Anschließend fragen wir unser Herz, welche Lösung für uns die richtige ist. Wir achten dabei auf alle subtilen Signale – Gedanken, Bilder, Gefühle, Körperempfindungen – die in uns hochkommen.

 

Unsere Intuition schafft Klarheit und Stimmigkeit

Für diejenigen, für die das zu esoterisch klingt, habe ich gleich ein Beispiel: Eine meiner Kundinnen hatte gleich zu Beginn unserer gemeinsamen Coachingsessions das Problem, das sie sich nicht entscheiden konnte: Sollte Sie sich für eine weitere Entwicklung/Karriere im bestehenden Unternehmen entscheiden, sich eine neue Führungsaufgabe in einem anderen Unternehmen suchen oder sich gar selbständig machen? Diese Entscheidung nahm schon seit einigen Wochen all ihre Aufmerksamkeit in Anspruch und „blockierte“ durch ihre Bedeutung auch unsere Arbeit. Deshalb entschied ich mich, entgegen meiner sonstigen Gewohnheit, gleich in der ersten Session die Intuitionsübung mit ihr zu machen.

Damit hatten die wochenlangen Gedankenschleifen sofort ein Ende: Ihre innere Stimme hatte für sie eine klare Botschaft: Im derzeitigen Unternehmen zu bleiben und zu schauen, was sich an Gelegenheiten ergeben würde. Es kam aber noch besser: Bei unserem nächsten Termin – 14 Tage später – erzählte sie mir, dass ihre Chefin ihr das Angebot gemacht hatte Bereichsleiterin zu werden. Sie hatten  in dem Gespräch auch gleich gemeinsam überlegt, wie ihre Chefin sie ganz konkret bei ihrer neuen Aufgabe unterstützen könne. In diesem Fall hatte die innere Klarheit meiner Klientin gleich auch äußere Ergebnisse nach sich gezogen.

Ich sehe in meinen Coachings und Seminaren immer wieder, wie schnell Entscheidungen getroffen und Probleme gelöst werden können, wenn man seine Intuition nutzt. Das ist nicht in jedem Fall so spektakulär wie in meinem Kundenbeispiel, aber immer beeindruckend und sehr berührend. Weil diese Lösungen nicht nur unserem Verstand – dem logischen Denken – entspringen. Sondern weil unser Herz und unser Gefühl beteiligt ist.

Deshalb bin ich überzeugt davon, dass immer mehr Menschen ihre Intuition gezielt entwickeln und nutzen werden. Die Intuition gehört für mich ganz klar zu den 3 Topmerkmalen ihres Future Minds:  Sie nutzen ihre Intuition, um kreative, gute Lösungen zu finden und stimmige Entscheidungen zu treffen.

 

 

3. WERTvolle Beziehungen pflegen

Zu den Aufgaben des Projektleiters gehört die Zusammenarbeit mit vielen anderen Menschen. Da ist zuallererst mal sein Team, dann sein Auftraggeber, die Stakeholder und all diejenigen, die von den anstehenden Veränderungen betroffen sind.

WERTvolle Beziehungen pflegen heißt für mich ganz konkret, dass man sich seines Wertes bewusst ist, den man in diese Beziehungen einbringt. Denn nur dann kann man diesen Mehrwert auch bewusst leben und einbringen. Viele denken dabei sofort an ihre fachlichen oder methodischen Fähigkeiten. Aber der Wert eines Menschen geht weit darüber hinaus.

Hierzu gehören beispielweise Dinge wie Hilfsbereitschaft, Empathie und Mitgefühl, Vermittlung in Konfliktsituationen, die Fähigkeit schwierige Dinge einfach zu erklären, für den Zusammenhalt im Team zu sorgen, mutig für neue Ideen einzutreten, beharrlich bleiben und andere aufrichten, wenn´s schwierig wird und vieles mehr. Darüber haben die meisten meiner Klienten noch nie nachgedacht, vielen fällt nach einigem Nachdenken aber dennoch so einiges ein.

Sich dieses Wertes bewusst werden, das bedeutet nicht nur im Kopf darüber nachzudenken, sondern diesen Wert auch im Herzen und im Körper tatsächlich zu fühlen. Und das nicht nur einmal, sondern regelmäßig.  Denn nur so wird dieser Mehrwert für Sie Bedeutung erhalten und Sie werden bemüht sein, diesen Wert und seine Auswirkungen ständig zu verstärken.

Schaffen Sie sich dazu am ein Ritual – eine neue Gewohnheit – das sie in ihre Wochenplanung einbeziehen, zum Beispiel indem Sie sich jede Woche drei  ganz konkrete Dinge aufschreiben für die sie sich wertschätzen. Wichtig ist, wie schon gesagt, diese Wertschätzung dann auch wirklich möglichst intensiv über ein bis zwei Minuten zu fühlen.

In dem Sie den Wert und die Auswirkungen fühlen, wird ihr Unbewusstes in Bewegung gesetzt an dieser Verstärkung mitzuwirken.  Sie haben es ja im Punkt 2 bereits gelesen, ihr Unbewusstes nimmt  millionenfach mehr wahr als ihr rationaler, bewusster Verstand. Da bedeutet, dass in passenden Situationen in ihrem Projektalltag innere Impulse hochkommen werden, wo und wie Sie sich noch mehr einbringen können. So dass sie ihre Stärken immer mehr im Leben und in die Projektarbeit verwirklichen können.

Die Erhöhung ihres Wertes macht sie automatisch erfolgreicher und schafft außerdem eine gute und wertvolle  Zusammenarbeit, ganz einfach weil sie für die Anderen einen Wert hat.

Merkmal 3 des Future Minds bedeutet: Sie kennen ihren (Mehr-)Wert und steigern ihre innere Motivation und die Qualität ihrer Arbeitsbeziehungen und werden auf diese Weise immer erfolgreicher.

 

Das waren 3 Merkmale eines Future Minds, das den Projektleiter in Zeiten des Wandels begleitet und ihn immer erfolg- und einflussreicher macht.

Wie Sie sehen gehen diese Qualitäten über die rein rationale Ebene, auf der wir zurzeit meist agieren, hinaus. Ein solches Future Mind unterstützt Sie nicht nur in den Zeiten des Wandels, sondern auch darüber hinaus.  Ich denke aber, dass der Wandel uns auch weiterhin begleiten wird. Mit einem solche Future Mind entwickeln Sie ein neues (Selbst-)Bewusstsein, wie Sie mit solchen Veränderungen konstruktiv umgehen können. Das macht es Ihnen insgesamt leichter und Ihr Handeln wirkungsvoller.

Wenn Sie wissen wollen, wie Sie ihr Future Mind  aktiv entwickeln können: Auf meiner Website Projektmagement Plus – Mit dem richtigen Mindset zum Projekterfolg – finden Sie mein Angebot an Workshops, Coachings und der Projektbegleitung. http://projektmanagement-plus.de/

All denjenigen, die am 22. Februar 2018 Zeit und Lust haben, sich mit diesem Thema näher zu beschäftigen, empfehle ich den Workshop „Gelassen im Auge des Sturms – mit dem richtigen Mindset zum Projekterfolg“ den ich in Kooperation mit der Projekt Magazin Akademie in München anbiete: https://www.projektmagazin.de/workshop-gelassenheit

 

Das ist mein Beitrag zur Blogparade „Projektleiter 2030 – längst abgeschafft oder Schaltzentrale der digitalen (Projekt-)Welt?“. https://www.projektmagazin.de/blogparade_2017

Ich wünsche allen Lesern ein entspanntes und erfolgreiches Jahr 2018 und freue mich auf die weiteren Beiträge zur Blogparade.

Martina Baehr

 

Angesprochene Literatur:

Edgar H. Schein, Prozessberatung für die Organisation der Zukunft. Der Aufbau einer helfenden Beziehung. Edition Humanistische Psychologie

Hier geht´s zur GPM Studie zur Burnout-Gefährdung von Projektmanager/Innen, 2014: 

Martina Baehr
Martina Baehr ist Projektmanagerin, Trainerin, Coach und Inhaberin von Projektmanagement plus. Sie unterstützt ihre Kunden bei der Entfaltung ihres persönlichen Erfolgs-Mindsets, um selbstbewusster und gelassener zu arbeiten und leichter mit Veränderungen umzugehen.